Angezockt: The Dark Mod

Eines der besten verfügbaren Open-Source-Spiele

Das Stealth-Spiel The Dark Mod enthält dutzende Kampagnen und bietet eine spannungsgeladene Atmosphäre. Der Open-Source-Titel macht dem Schleich-Genre alle Ehre. Mac-NutzerInnen müssen aber mit einer älteren Version vorliebnehmen.

The Dark Mod. Screenshot: thedarkmod.comThe Dark Mod. Screenshot: thedarkmod.com

Freie Spiele sehen mies aus und haben in Sachen Spielumfang keine Chance gegen ihre proprietäre und kommerzielle Konkurrenz. Das denken zumindest viele – und manchmal stimmt es auch, wobei Open-Source-Titel natürlich andere Vorteile mit sich bringen. Bei The Dark Mod sieht die Sache aber ohnehin etwas anders aus: Die Grafik des Open-Source-Spiels ist nicht super realistisch, aber schick. Der Spielumfang allerdings ist überragend: Dem eigenen Tun und Lassen sind im Stealth-Spiel scheinbar keine Grenzen gesetzt.

The Dark Mod (TDM) ist eine Hommage an das Schleich-Spiel aller Schleich-Spiele: Thief. Das Entwickler-Team hat sich stark an der Vorlage orientiert – und das mit Erfolg. Ziel des Spiels ist es, verschiedene von der Community entwickelte Kampagnen zu bestehen. Dabei geht es oft darum, Dinge zu stehlen. Aber auch Auftragsmorde stehen auf der Tagesordnung.

Beim Lösen der Aufgaben hilft einem die große Zahl an Möglichkeiten, mit der Spielwelt zu interagieren: Man kann unter anderem Gegenstände (ab)werfen, mit Pfeil und Bogen schießen, klettern, Schlösser knacken und Kisten stapeln. Wobei man darauf achten muss, dass all diese Dinge Lärm verursachen – und den gilt es möglichst zu verhindern, wenn man nicht von Wachen oder anderen Menschen entdeckt werden will.

Wie bei Stealth-Spielen üblich, benötigt man in The Dark Mod deshalb vor allem eines: Ruhe und Zeit. Wer die Aufmerksamkeit der Wachen auf sich zieht, muss sich im offenen Kampf behaupten, und das ist alles andere als einfach. Da ist es klüger, die Bewegungsabläufe der Patrouille im Auge zu behalten und den Wachmann im richtigen Augenblick mit einem gezielten Knüppelschlag auszuschalten. Aber Achtung: Den Bewusstlosen nicht an Ort und Stelle liegen lassen, sondern an einem Platz verstecken, wo er nicht so leicht gefunden werden kann.

Die spannungsgeladene, geheimnisvolle Atmosphäre, die einen in The Dark Mod zu jeder Zeit umgibt, die Qualität der nächtlichen Geräuschkulisse und die quälende Frage, was wohl hinter der nächsten Ecke lauert… TDM hat wirklich alles, was ein gutes Schleich-Spiel braucht.

Dass so ein Titel nicht von heute auf morgen entsteht, ist klar: Fünf Jahre lang hat das TDM-Team gebraucht, um die erste Version der Doom3-Mod zu veröffentlichen. Nach insgesamt neun Jahren Entwicklung erschien dann 2013 die erste eigenständige Version von The Dark Mod: Seit The Dark Mod 2.0 kann man das Spiel ohne Doom3 spielen.

Das Entwickler-Team konzentriert sich dabei ausschließlich auf die eigentliche Entwicklung des Spiels. Für die Kampagnen ist die Community zuständig. Ganze 90 Level hat die mittlerweile zustande gebracht. Wer die alle durchspielen möchte, wird ganz schön lang beschäftigt sein.

Fazit
The Dark Mod ist für mich eines der besten verfügbaren Open-Source-Spiele. Das Team und die Community haben es geschafft, dass SpielerInnen so gut wie keine Abstriche hinnehmen müssen. Hut ab, vor dieser großen Leistung – wer Stealth-Spiele mag, wird The Dark Mod vermutlich lieben.

Download
Die neueste Version des Spiels ist für Linux und Windows verfügbar. Mac-NutzerInnen müssen sich mit Version 1.8 zufrieden  geben. Hier geht’s zum Download aller Versionen.

The Dark Mod (Stealth)
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